Nach Barcelona, der größten Stadt Kataloniens, hier nun Teil zwei aus der Reihe “Besuche spanischer Städte mit B”:
Bilbao, die größte Stadt des Baskenlands.
Diesmal haben wir sehr nobel gewohnt, im Silken Gran Hotel Domine, das gegenüber dem Guggenheim Museum, dem ursprünglichen Grund für die Reise, liegt. Sinnvoll ist es, zu Beginn eine Stadtrundfahrt zu machen, denn man bekommt eine gute Übersicht und viele Informationen über die Stadt. Angeboten werden auch Touren zu Fuß und Rundfahrten in San Sebastián. Wenn man die Tickets für die Tour in einer der Touristen Infobüros kauft, gelten sie übrigens einen Tag länger.
Das Museo de Bellas Artes (Museum der Schönen Künste), Spaniens drittgrößte Kunstgalerie, versammelt Werke vom 12. Jahrhundert bis zu moderner Kunst, hauptsächlich spanischer und flämischer und natürlich baskischer Künstler. Mittwochs ist der Eintritt kostenlos.
Wie oben schon angedeutet, waren wir – wie so viele Bilbao Touristen – eigentlich wegen des Guggenheim Museums gekommen. Das Gebäude ist schon spektakulär, die Ausstellungen darin wechseln alle paar Monate. Mir persönlich hat es inhaltlich, ganz ehrlich, nicht wirklich viel gegeben. Ich vermute, Sturgeon’s Gesetz trifft auch auf Kunst zu. Und vielleicht hätten wir die Audioguides nutzen sollen oder so. Was ich allerdings auch nicht verstehe ist deren permanente Kollektion, von der sie (außer wir haben es irgendwie übersehen) nichts zeigen außer den Stahlskulpturen “The Matter of Time” von Richard Serra – und bei denen bezweifle ich, dass sie überhaupt tranportabel sind. Also sammeln sie den Rest, um ihn … nicht zu zeigen? Naja.
Wir haben auch einen Ausflug nach San Sebastián gemacht, wo wir ein bisschen durch die Innen- und Altstadt gelaufen sind und uns das Aquarium angesehen haben, das gleichzeitig ein kleines Schiffahrtsmuseum ist und insgesamt weniger traurig als das von Barcelona.
Weniger lohnend war der Besuch im Museo Vasco (dem baskischen Museum), das im Moment renoviert und umgestaltet wird – dafür hat es danach vielleicht auch Infotäfelchen in Englisch!
Nicht angesehen haben wir, unter anderem, das Museo Marítimo (das Seefahrtsmuseum), da wir uns sowohl von dem in Barcelona als auch durch den Besuch des Aquariums von San Sebastián noch ausreichend nautisch gesättigt fühlten. =)
Auch nicht gesehen (weil schon geschlossen, als wir hinkamen) haben wir den Mercado de la Ribera, der sich rühmt, der größte überbachte Markt in Europa zu sein. Liegt gleich neben der Kirche von San Antón und der gleichnamigen Brücke und wird zur Zeit renoviert. Hier noch ein Bild.
Bilbao rühmt sich seiner lokalen Küche und Restaurants und Bars gibt es an jeder Ecke, vor allem für Freunde der “Pinchos”, der dortigen Variante der Tapas. Restaurants bieten meistens ein komplettes Menu mit zwei Gängen und Nachtisch, bei dem man meist jeweils drei Wahlmöglichkeiten hat, für einen festen Preis an. Das wirkt ein bisschen als wäre man bei Freunden zum Essen eingeladen. Für mich als Vegetarier war kulinarisch aber leider eher wenig Anlass zur Freude – Freunde von Fisch und Fleisch könnten das wohl ganz anders sehen. Das einzig erwähnenswerte Restaurant, das wir besucht haben, war das Prada a Tope im Casco Viejo, der Altstadt von Bilbao, und das auch nur wegen des Fisches, den ich natürlich nicht gegessen habe, der aber angeblich sehr gut gewesen sein soll. Wer kein Spanisch kann, wem es aber nicht ganz egal ist, was er auf seinem Teller findet, dem sei übrigens empfohlen, ein Wörterbuch mitzunehmen oder einen Reiseführer mit Übersetzungsteil für essbares. Meine Spanischkenntnisse reichen nur für das Verstehen von ganz basalen Dingen. Während Katalanisch dem was einem als Spanisch gelehrt wird (“Castillano”) wenigstens noch etwas ähnlich ist, musste ich bei Baskisch total passen, da es nicht verwandt ist und als Egrativ-Sprache auch komplett anders funktioniert, als alle Sprachen, die mir bisher näher begegnet sind.
Ich habe noch immer keine Entscheidung bezüglich flickr/zooomr/was-immer getroffen (Meinungen dazu sind nach wie vor willkommen), aber hier gibt es ein paar Bilder von … Enric.
Und nicht zu vergessen: Leckere Schokolade gab es auch hier bei Cacao Sampaka, aber auch einheimischer bei Chocolates Mendaro Saint Gerons.
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Was sind eigentlich “Schöne Künste”? Und wogegen grenzt das “schön” diese Künste ab?
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Ganz ehrlich? Ich habe keine Ahnung.
Von mir würde bei weitem nicht alles, was da ausgestellt wurde, als “schön” bezeichnet. Ich erinnere mich z.B. an ein schwarzes Fünfeck, das einfach in eine der Ecken des Gebäudes gemalt war. Und in der nächsten Ecke lehnte ein T-förmiges Stück rostiger Stahl … Außerdem hing im MMK in Frankfurt mal ein Bild mit dem Titel “Grau” – und das sagt tatächlich absolut alles über dieses … “Kunstwerk”.… *nachschau*
Laut Wikipedia sind die Ausdrucksformen der “schönen Künste”:
Bildende Kunst (Malerei, Grafik, Bildhauerei, Architektur, Kunstgewerbe/Angewandte Kunst, Fotografie)
Darstellende Kunst (Theater, Tanz, Film)
Musik (Vokal und Instrumental)
Literatur (Epik, Drama, Lyrik)
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