Let them eat cake.

Aus irgendeinem Grund befindet sich in unserer Küche derzeit überdurch- schnittlich viel Zimt. Daher war ich auf der Suche nach Ideen, was sich damit anfangen lässt. Dabei fand ich den Apfelkuchen von Deborah Perelmans Mutter auf smitten kitchen, einem Foodblog mit schönen Bildern und oft lustigen, aber immer ehrlichen Texten.
Ich wünschte, Amerikaner würden das metrische System verwenden, so wie der Rest der Welt. Ich bin mir nie sicher, ob ich das richtig umrechne und beim Backen ist es theoretisch weniger egal als beim Kochen. Nach geraumer Zeit des Umrechnens und Augenrollens habe ich das Rezept halbiert (im Original muss es riesig sein) und teilweise verändert und angepasst.

Neugierig?

Das hier war das Ergebnis:
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*
Sehr experimentell, aber letzten Endes sehr lecker!

Ist es gemein, sowas an einem Montag zu zeigen?
Vielleicht ein bisschen. ;)

Aber ich leiste gern Hilfe zur Selbsthilfe und daher ist hier mein Rezept für

Zimt-Apfelkuchen

3 Äpfel (Braeburn **)
2 1/2 EL brauner Zucker
1 EL Zimt

200 g Weizenmehl
50 g Weizenvollkornmehl
1/2 EL Backpulver
1/2 TL Salz

95 g Zucker
95 g brauner Zucker
1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
100 g Joghurt (1,5% Fett)
100 ml Rapsöl (neutrales Pflanzenöl)
100 ml Apfelsaft
2 Eier

Backform*** einfetten und mit ein wenig Semmelbröseln ausstreuen.
Äpfel schälen, in Stücke schneiden.
Zucker und Zimt mischen, zu den Äpfeln geben, durch vorsichtiges Schütteln mischen und beiseite stellen.
Backofen auf 180 °C (Umluft) vorheizen.
Mehl, Backpulver und Salz mischen.
Zucker, Vanillezucker, Joghurt, Pflanzenöl und Apfelsaft mischen.
Mehlmischung nach und nach unter die feuchten Zutaten mischen.
Eier trennen. Eigelb unter den Teig mischen, Eiweiß steif schlagen, dann unter den Teig heben.
So viel Teig in die Backform geben, dass der Boden bedeckt ist. 2/3 der Äpfel auf dem Teig verteilen, sodass sie den Rand der Form nicht berühren.
Flüssigkeit, die sich in der Schüssel mit den Äpfeln gebildet hat, unter den restlichen Teig rühren, diesen dann über die Äpfel in die Form geben.
Restliche Äpfel gleichmäßig auf dem Teig verteilen.
Bei 180 °C mindestens 30 Minuten backen, solange bis ein Saté-Spieß sauber herauskommt. ****

Vergangene Zeit bis hierher: weniger als 2 Stunden (habe nicht auf die Uhr gesehen, daher ungefähr).

Abkühlen lassen, dann aus der Form und auf einen Teller stürzen. Mit Puderzucker servieren.

N.B.: Brauner Zucker kann durch normalen ersetzt werden, ebenso das Vollkornmehl durch normales. Statt dem Joghurt geht wohl auch mehr Pflanzenöl, statt dem Apfelsaft auch Orangen- oder Zitronensaft und die Eier kann man auch als ganzes (nacheinander) zufügen.

* Ja, das Foto ist nicht ganz scharf und ja, womöglich brauche ich doch einen flickr account …
** Weil sie da waren und schon leicht schrumpelig.
*** Ich habe eine runde, flache Silikonbackform benutzt. Eine Springform tut es sicherlich auch.
**** Ich war dämlich und hatte meinen Ofen aus Versehen auf 220 °C gestellt, was mir nach 17 Minuten auffiel. Daraufhin habe ich die Temperatur auf 150 °C reduziert und nach weiteren 7 Minuten gestestet, ob der Kuchen fertig war. Daher – und weil jeder Ofen ein bisschen anders ist – solltet Ihr einfach nach 30 Minuten mal schauen und dann entsprechend später wieder. =)