Shaun Tan illustriert und schreibt fazinierend surreale Bilderbücher – allerdings nicht unbedingt nur für Kinder.
Tales From Outer Suburbia ist sein neuestes Werk, eine Anthologie aus 15 kurzen illustrierten Geschichten.
Each one is about a strange situation or event that occurs in an otherwise familiar suburban world [...] The real subject of each story is how ordinary people react to these incidents, and how their significance is discovered, ignored or simply misunderstood.
Der Guardian zeigt eine dieser Geschichten, Eric, in der es um einen Erdnuss-großen Austauschschüler und die Reaktionen seiner Gastfamilie geht.
Eine sehr gute Gelegenheit für einen Blick auf meine Liste zu lesender Bücher, denn die von Shaun Tan stehen seit einer Weile darauf, auch weil sie hier früher nicht gut zu bekommen waren (ein Blick auf die Website eines bekannten Online-Buchhändlers lässt mich erfreut feststellen, dass sich das inzwischen geändert hat und drei seiner Bücher sogar übersetzt worden sind).
The Arrival ist eine wortlose Geschichte über Migration: ein Mann verlässt seine Familie auf der Suche nach besseren Aussichten in einer merkwürdigen Stadt in einem unbekannten Land mit eigenen Bräuchen, seltsamen Tieren, schwebenden Objekten und fremder Sprache. Mit nicht mehr als einem Koffer und einer Handvoll Banknoten muss er einen Platz zum Wohnen, Essen und Arbeit suchen, wobei ihm freundliche Fremde behilflich sind, die alle ihre eigene Geschichte haben.
The Lost Thing ist die Geschichte eines Jungen, der eine bizzarr-aussehende Kreatur am Strand entdeckt. Er versucht herauszufinden, wo sie hingehört, doch niemand in seiner Umgebung interessiert sich dafür; weder Fremde, noch Freunde oder seine Eltern. Doch der Junge hat Mitleid mit der Kreatur und versucht herauszufinden, wo sie hingehört.
The Red Tree artikuliert mit nur wenigen Worten
“sometimes the day begins with nothing to look forward to, and things go from bad to worse”
aber umso gewaltigeren Bildern Gefühle von Einsamkeit, Hoffnungslosigkeit und Depression, aber auch von Hoffnung, denn aus dem Samen des Baums, dessen kleine roten Blätter auf allen Bildern subtil verteilt sind, wächst am Ende ein neuer roter Baum.
What minimal ‘story’ there is seeks to remind us that just as bad feelings are inevitable, they are always tempered by hope.
The Rabbits, geschrieben von John Marsden, ist eine teilweise allegorische Fabel über Kolonisation, erzählt aus der Sicht der Kolonialisierten. Die Kolonialisten sind Kaninchen, die zunächst freundlich und neugierig empfangen werden, bis sich herausstellt, dass sie tatsächlich Eroberer sind. Parallelen zur Besiedelung Australiens durch die Briten sind offensichtlich, die surrealen Bilder erinnern ein bisschen an die Werke von Salvador Dalí.
Ausführlichere Erklärungen und viele Bilder aus den einzelnen Büchern findet ihr auf seiner Website.
=)









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