Ok, eigentlich wollte ich Euch jetzt ein Bild von dem tollen Johannisbeer-Himbeer-Käsekuchen zeigen, den ich gebacken habe … ich könnte Euch sogar das Bild zeigen, das ich gemacht habe, bevor ich die Springform geöffnet habe … aber das wäre geschummelt, weil mir danach nämlich fast der gesamte Inhalt entgegenkam … und zwar nicht in dem Aggregatzustand, den ich erwartet habe. Leider habe ich vergessen, davon ein Bild zu machen, denn irgendwie war es auch lustig. Aber der Käsekuchen darf nicht gewinnen! Ich werde das nochmal probieren … wenn mir nicht mehr schlecht ist. … Außerdem habe ich noch immer keinen flickr Account …

Wo wir aber schon bei Sachen sind, die ziemlich kaputt und daneben sind …

Während meiner Schulzeit kam es nur selten vor, dass wir uns aussuchen durften, was in der Klasse gelesen werden soll (ja, ich weiß, im Zeitalter des Zentralabiturs ist das Leiden auf hohem Niveau) und da die verordnete Literatur meist nicht meinem Geschmack entsprach, war jedes dieser seltenen Ereignisse wertvoll. Dummerweise scheint “mein Geschmack” allerdings gleichzeitig von der Mehrheit nicht geteilt worden zu sein. Daher kam es, dass wir in der elften Klasse Ausgeträumt von Charles Bukowski lesen mussten, was mich aus mehreren Gründen geärgert hat:
Der Depp, der das Buch vorgeschlagen hatte, hat in seinem bisherigen Leben freiwillig genau ein Buch gelesen – und zwar dieses – außerdem konnte ich ihn noch nie leiden und ich vermute stark, das es auch bis heute das einzige Buch geblieben ist, das der Typ von sich aus gelesen hat.
Das Buch wurde nicht auf Deutsch geschrieben – und das war eins der Hauptkriterien, nach denen wir Bücher vorschlagen sollten.
Das Buch war außerdem total furchtbar:

Erzählt wird die Geschichte des Privatdetektivs Nick Belane, der den Tod in der Figur einer schönen Frau findet.

Schockwirkung durch die Darstellung brutaler Gewalt, obszöner Sexualität und des Schmutzes der Gosse.

… was natürlich, die Sprache, mit der sich die Figuren in dem Roman unterhalten, miteinschließt. Und nicht zu vergessen:

Bukowski dedicates the story to “bad writing”, and in it he clearly is mocking poor writing and all elements associated with it.

Sicherlich lesen viele Leute Bücher aus vielen verschiedenen Gründen. Ich habe allerdings nie einen gefunden, aus dem ich dieses hätte lesen sollen.

Warum erzähle ich das alles?

Ok, einerseits natürlich, weil es mich nach wie vor ärgert, wenn ich daran denke, dass wir diesen Mist lesen mussten ;) , andererseits aber wegen des heutigen Links!
Was ist schlimmer, als etwas, das schon von sich aus kaputt und daneben ist?
Natürlich etwas schönes, was mittels dessen kaputt und daneben gemacht wird!

Peanuts, by Charles Bukowski

Denen, die sich entscheiden, es zu lesen, wird es einen ungefähren Eindruck dessen geben, was mich so abgestoßen hat. :)

Weil aber nie alles nur Mist sein sollte, gibt es als Ausgleich auch noch was schönes – nämlich die Musik von Vince Guaraldi: