Sehr aufmerksame Menschen können sich vielleicht noch an dieses Buch erinnern, das im Januar eine Weile in der Sidebar zu sehen war:

The City of Ember (The Ember Series, #1)

Citizens of Ember shall be assigned work at twelve years of age …
Lina Mayfleet desperately wants to be a messenger. Instead, she draws the dreaded job of Pipeworks laborer, which means she’ll be working in damp tunnels deep underground.
Doon Harrow draws messenger – and asks Lina to trade” Doon wants to be underground. That’s where the generator is, and Doon has ideas about how to fix it. For as long as anyone can rememeber, the great lights of Ember have kept the endless darkness at bay. But now the lights are beginning to flicker. …

Ember ist eine unterirdische Stadt, die geschaffen wurde, um die Menschen vor einer nicht genauer beschriebenen Katastrophe zu retten. Für mindestens 200 Jahre sollen die Bewohner von Ember sicher in ihrer Stadt leben können. Um zu wissen, wie sie dann wieder an die Oberfläche kommen, von deren Existenz inzwischen niemand mehr weiß, wurden ihnen von den “Builders” Instruktionen überlassen – eigentlich.

Ich bin im Internet über dieses Buch gestolpert und war angezogen von den (vielen) guten Kritiken, während ich gleichzeitig neugierig war, wie die Autorin einige der Probleme lösen würde, die sich ganz offensichtlich beim Lesen der Beschreibung aufdrängen. (Wie kann es sein, dass die Leute nichts von der Welt außerhalb Embers wissen? Wieso hat nie jemand einfach aus Neugier Ember verlassen? Wie kann eine ganze Stadt so lange ohne Kontakt zur Außenwelt existieren? Was ist das Problem mit dem Generator? etc.)
Außerdem, und das will ich nicht verschweigen, wusste ich, dass das erste Buch der Reihe verfilmt wurde. Der Film kam aber hier nie in die Kinos, sondern erschien nur im März auf DVD.

Vorgestern habe ich den Film gesehen.

Ich wollte eigentlich nicht zu den Nörglern gehören, die immer sagen “Das Buch war besser als der Film.” – denn oft würde ich eher sagen “Das Buch war halt anders als der Film.” – doch in diesem Fall trifft es zu.

Leider.

Denn das Produktionsdesign ist klasse (abgesehen von dem einen großen Patzer, dass es kein bewegliches Licht geben dürfte), die Schauspieler auch, die Animationen in weiten Teilen. Das wirkliche Problem ist das Drehbuch (oder das, was davon aus dem Schneideraum gekommen ist), welches teilweise völlig andere Elemente in die Geschichte einbaut, vor allem Action-Szenen, die nicht wirklich nötig gewesen wären und eher von der eigentlichen Geschichte, von der wahren Bedrohung Embers, ablenken.

Schade.

Was aber bleibt, ist der wunderbare Soundtrack – und den will ich Euch (zumindest denen, die bis hier gelesen oder gescrollt haben) natürlich nicht vorenthalten, denn das ist der eigentliche Sinn dieses Posts.
(Neben der üblichen “Lest das Buch.”-Aufforderung.)
Ich mag besonders den letzten Titel in der Liste.