Als ich das vorletzte Mal im Kino war, lief vor dem eigentlichen Film der Trailer zu Legend of the Guardians: The Owls of Ga’Hoole

… der bei uns Mitte Oktober in den Kinos zu sehen sein soll. Irgendwann später habe ich dann zufällig entdeckt, dass der Film auf den ersten drei Büchern der Guardians of Ga’Hoole von Kathryn Lasky basiert.

The Capture (Guardians of Ga'Hoole, #1) The Journey (Guardians of Ga'Hoole, #2) The Rescue (Guardians of Ga'Hoole, #3)

Habe mich inzwischen bis zum zweiten Buch durchgelesen und das vor allem sehr spät nachts, da es ja in letzter Zeit so angenehm warm ist! Dabei konnte ich schon öfter merkwürdige Geräusche von draußen hören, aus wechselnden Richtungen, zu unterschiedlichen Zeiten, aber immer erst eine gute Weile nach Mitternacht. Logischerweise habe ich mich gefragt, was diese Geräusche verursacht. Und damit wären wir bei den heutigen Links, denn es gibt für alles Menschen, die sich interessieren, und das Internet macht das Finden der Ergebnisse ihrer Begeisterung so viel einfacher.
Was ich also nachts bei mir hören kann, sind die Rufe weiblicher Waldkäuze (Strix aluco). Eine Hörprobe davon gibt es direkt dort in den Commons, in den Owl Pages, auf youtube und hier auch mit Bild:

ARKive video - Tawny owl catching and eating a frog

Während meiner Suche habe ich zwei weitere wunderbare Eulen-Videos gefunden, die ich einfach noch anhängen muss!

Ein asiatischer Uhu (Bubo nipalensis), der sich gern kraulen lässt …

… und eine afrikanische Büscheleule (Otus leucotis oder Ptilopsis leucotis), deren zwei Verteidigungsstrategien denen vieler Menschen erstaunlich ähneln:

Eulen sind toll!
Das erinnert mich daran, das ich nach wie vor dieses Shirt möchte.

2 comments

  1. Michael’s avatar

    Hm, und wie ist jetzt das Buch? Schöne Geschichte? Worum geht’s?

  2. zimtstern’s avatar

    Die Buchtitel-Bilder sind Links zu goodreads, wo es jeweils Beschreibungen und Kritiken gibt.
    Die Hauptfigur ist “Soren”, eine Schleiereule, die aus dem Nest fällt und dann von anderen Eulen aufgesammelt und zur “St. Aegolius’ Academy for Orphaned Owls” gebracht wird, eine Art Eulen-Hirnwäsche Bootcamp, dessen genauer Daseinszweck mir noch nicht bekannt ist. Soren findet dort eine altkluge Freundin, Gylfie (ein Elfenkauz), mit der er von dort flüchtet. Auf dem Weg nach Hause sammeln sie zwei weitere Eulen auf.
    Im zweiten Buch sind die vier dann auf der Suche nach dem “Great Ga’Hoole Tree” der Legenden zufolge eine Art Eulen-Ritterorden beherbergt. Sie finden den Baum, die Eulen dort teilen jedem einen ihrer Jobs zu und bilden sie darin aus. Soren trifft seine Schwester wieder und allgemein geht die Angst vor etwas bisher ungreifbarem um, dass kleine Eulen aus Nestern entführt und Eier klaut.

    Das dritte hab ich noch nicht gelesen, aber ich denke weiter als bis zum vierten (es gibt die ersten vier Bücher als Set, in dem sie billiger und verfügbarer waren als einzeln) werde ich es glaub ich nicht lesen. Irgendwie fühle ich mich dafür dann doch zu alt und da waren ein paar Sachen, die mich gestört haben (die mir vielleicht nicht so aufgefallen wären, wenn ich unter 12 wäre).
    Das Setting ist eine Art post-humane Welt, in der die Eulen zwar noch von menschlichen Gebäuden reden, von Menschen an sich aber wenig Ahnung zu haben scheinen.
    Die Eulen haben aber aus irgendeinem Grund (eigene) Bücher – wie stellen sie die her? – und im ersten Buch ist auch von der Bibel und Psalmen die Rede – und das ist was, das ich in Kinderbüchern wirklich nicht leiden kann, dieser durch-die-Hintertür Missionsdrang.
    Mir ging auf die Nerven, dass sich die Eulen praktisch allen anderen Vögeln überlegen fühlen (mit Ausnahme von Adlern und eingeschränkt Elstern, werden alle anderen Vögel als leicht albern bis grenzdebil dargestellt – und darauf wird bei jeder sich bietenden Gelegenheit hingewiesen). Darüber hinaus beschäftigen sie Blindschlangen als unterwürfige Diener, zu denen die Eulen eine Haltung einnehmen, die an die USA vor dem Sezessionskrieg erinnert. Die Aufgabe der Schlangen ist, das Ungeziefer aus den Nestern wegzufuttern und im zweiten Buch u.a. als Tische zu dienen, um den Eulen “milkberry tea” zu servieren.
    Von der Autorin erdachte Begriffe wurden wieder und wieder erklärt – Kinder sind so vergesslich/unaufmerksam nun auch nicht, dafür sind sie schnell von sowas gelangweilt – andererseits tauchen Fachtermini (z.B. die wissenschaftlichen Namen der Eulenarten) und für Kinder wohl relativ komplizierte Worte vergleichsweise oft auf (meistens kommen sie aus dem Schnabel von Gylfie), sodass man den Eindruck gewinnt, die Autorin wollte den Lesern zeigen, dass sie ihre Hausaufgaben gemacht hat (hinten im Buch erklärt die Autorin, dass sie zuerst ein Sachbuch über Eulen schreiben wollte und dann dies daraus geworden ist).
    Außerdem sind die beiden Organisationen (“St. Aggie’s” und die “Guardians of Ga’Hoole”) insoweit nicht unterschiedlich genug, als dass Eulen in beiden Orten ihre jeweilige Aufgabe nicht selbst auswählen dürfen und es anscheinend nicht vorgesehen ist, dass eine Eule von einem Job zu einem anderen wechselt.
    Oh, und natürlich ist fast alles und fast jeder stereotyp. ;)

    Den Film würde ich aber vielleicht dennoch sehen wollen – einmal wegen der Bilder und dann hat der Drehbuchautor ja womöglich eine Chance genutzt, aus dem Ausgangsmaterial mehr zu machen.

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